Kinderpornos oder Meinungsfreiheit

Neues aus den Medien:

Ich muss oft Bekannten erklären, warum die Zensur von "Kinderpornografie" ein großes Problem für die Freiheit der Bürger ist. Eigentlich lässt es sich so zusammen fassen: wem würdest du, außer dir selbst, vertrauen, für dich zu entscheiden was du denken und tun darfst? In der demokratischen ,in der wir uns noch befinden, ist dies durch die Meinungsfreiheit und die Gewaltentrennung gelöst. Das heißt, keiner, außer du selbst, darf für dich entscheiden was du denken und tun darfst, mit der Ausnahme, dass du jemanden dadurch Schaden anrichten könntest. Da mit Gedanken kein Schaden angerichtet wird, sollte es selbstverständlich sein, dass jeder denken und äußern darf was er will.

Nun kommt das Argument, Kinderpornografie schadet aber und zwar sogar Kinder! Ja, genau deshalb ist es strafbar Kinderpornografie zu erstellen. Aber Kinderpornografie sehen? Ein Moment mal drüber nachdenken. Wenn ich in der Zeitung ein Bild von einem Autounfall sehe, mache ich mich dadurch strafbar? Vielleicht nicht ein perfektes Beispiel, denn das Argument geht weiter, da das Kinderpornoschauen fördert ja die Kinderpornoindustrie. Stimmt, nicht immer, aber es stimmt.

Die Frage, die man sich nun stellen sollte ist, wenn im Internet Kinderpornos zu finden sind, ist dann jeder automatisch Kinderpornoschauer, denn jeder könnte diese Inhalte sehen? Irgendwie nicht, denn nicht jeder ist Mörder, nur weil in seiner Küche scharfe Messer liegen. Aber, ich könnte dir ja eine e-Mail schicken, mit einem scheinbar unverfänglichen Link der, wenn du drauf klickst, eine Kinderpornoseite ist. Oder, die vielen Viren, die immer wieder in deinem Computer landen, besuchen ohne dein Einverständnis so eine Kinderpornoseite. Oder, du wolltest eigentlich nur normale Pornos schauen, es stellt sich aber heraus, das Kinderpornos so definiert wurde, das jedes fotografierte Modell nur minderjährig aussehen muss um verboten zu werden, egal ob es schon 25 Jahre alt ist oder nicht.

Die Lösung der CDU für dieses dringende Problem ist die folgende. Das Bundeskriminalamt (BKA) wird selbstständig eine geheime Liste der im Internet bekannten Kinderpornoseiten erstellen und keinem zeigen. Dann wird jede dieser Seiten, wenn man sie mit dem Browser besucht, ob gewollt oder unbewusst, gesperrt. Aber nicht wirklich gesperrt, denn die meisten Seiten sind gar nicht in Deutschland. Alle Internetanbieter werden diese Seiten mit einem "Stopp"-Schild versehen, so das man nicht auf die wirkliche Kinderpornoseite kommt. Der Besuch der Seite wird natürlich zu Protokoll gegeben, so dass man den Bürger gleich durch den netten Polizisten besuchen gehen kann.

Da aber nachgewiesener weise die Stoppschilder mit ein paar Klicks der Maus umgangen werden können, ist der eigentliche Grund, also Kinder zu schützen, nicht mehr gegeben. Warum soll dieses Zensursystem denn dann doch eingeführt werden? Öffnen wir hier nicht das Tor zu mehr Zensur? Vielleicht passt jemandem in der CDU nächstes Jahr nicht mehr, das ich sie Kritisiere. Dann wird durch das BKA meine Seite einfach mit einem Stoppschild versehen. Da keiner die Liste der BKA kennt und zu sehen bekommt, muss jeder davon ausgehen, dass auf meiner Seite Kinderpornos zu finden waren. Wie lang meint Ihr dauert es bis mein Arbeitgeber mir die Kündigung vorlegt? Könnte das auch Euch passieren?

Das folgende Video erklärt dies recht gut. Viel Spaß beim schauen.

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